24 | 06 | 2021

Verabschiedung Dechant Veit in St. Clemens

Lieber Pastor Veit,

das hatten wir uns alle anders vorgestellt.

Ende 2019 waren die Einladungen schon vorbereitet, der Termin stand fest. Wir wollten uns nach einem Gottesdienst in der St. Veit Kirche zu Ihrer Verabschiedung treffen.
Doch es kam alles ganz anders. Rom bremste die Umsetzung der Synodenergebnisse unseres Bistums; Verabschiedung verschoben; die Großpfarreien vom Tisch. In Trier wurde es zunehmend ruhiger und dann kam das Corona Virus. Seither improvisieren wir uns durch die Zeit.
Wir hätten uns alle eine andere Verabschiedung gewünscht, eine, die Ihnen als Person und Ihrem Wirken gerecht wird.
Ich spreche heute im Namen des Pfarrgemeinderates und des Verwaltungsrates für unsere Pfarrgemeinde St. Clemens.

Viele Christen, die zu normalen Zeiten jetzt anwesend gewesen wären, hätten es sich nicht nehmen lassen, Ihnen persönlich zu danken, Ihnen etwas zu sagen oder für Sie zu musizieren. Sie sind heute nicht da, weil sie das Risiko von Kontakten nicht eingehen dürfen.

Das gilt für viele Gemeindemitglieder als auch für die Ehrenamtler in unseren Reihen.
Stellvertretend für diese möchte ich die Gefühle sortieren, die mir zu Ihrer Verabschiedung einfielen.

Ein Gefühl der Traurigkeit:

Wir finden es schade und sind traurig, dass sie gehen müssen. Sie haben sich uns vertraut gemacht und wir haben uns mit Ihnen wohlgefühlt. Uns werden Ihre Predigten fehlen, Ihr Einfühlungsvermögen, Ihr Lachen und Ihre fröhliche Art (nicht nur in der Osternacht), Ihr den Menschen zugewandtes authentisches Wesen, Ihre Frömmigkeit, Ihre Geradlinigkeit und Ihr Bedürfnis, menschliche Harmonie herzustellen.

Ein Gefühl der Achtung und Wertschätzung:

In Ihren 12 Jahren wurden Sie nicht der Pastor einer Pfarrei sondern gleich von 8 Pfarreien unserer Pfarreiengemeinschaft.
Für jeden sollten Sie gleichermaßen der Seelsorger wie auch Organisator und Verwalter sein.
8 Pfarreien mit eigener Geschichte, eigenen Beziehungen, eigenen Menschen sollten Sie gleichermaßen versorgen.
Eine Mammutaufgabe, die Sie glänzend gelöst haben. Die Gremien der Pfarreiengemeinschaft sind zusammengerückt und haben unter Ihrer Leitung mehr und mehr gelernt, Gemeinsamkeiten zu entdecken und miteinander zu arbeiten.
So entstand z.B. die Arbeitsgruppe zur Gestaltung von Fronleichnam in der Innenstadt oder eine Arbeitsgruppe zur Durchführung gemeinsamer Pfarrfeste.
An Besinnungswochenenden wurden pastorale Planungen für das jeweils kommende Jahr gemeinsam erörtert und das gesellige Zusammensein nicht vergessen.

In dieser Offenheit haben wir als Pfarrgemeinderat Stellung bezogen zur Synodenumsetzung und wir hatten uns schon verabschiedet. Es ist Ihnen zu verdanken, dass wir als PGR den Übergang weiter mitgestalten, nachdem unser Amt bereits abgelaufen war. 

Ein Gefühl der Zumutung:

Die Situation der letzten beiden Jahre war und ist für Sie, Ihrem Nachfolger, uns Gremien und uns Christen eine Zumutung.
Vor dem Hintergrund größter Schwierigkeiten der katholischen Kirche sahen Sie sich als Seelsorger vor Ort dem Missmut nicht nur der Gremien ausgesetzt, den Sie nicht zu verantworten hatten. Ihr Nachfolger wird durch Corona verstärkt leider auch damit zu kämpfen haben. Sie haben sich nun mit der Versetzung arrangiert und nutzen die positiven Aspekte für sich. Für uns Gremien, die bereits abgeschafft waren, geht es nun mit Pfarrer Schuh weiter, den wir nächste Woche hier vorstellen werden.
Das hätte das Bistum wesentlich einfacher haben können, wenn sie die Stellungnahmen ihrer Christen ernst genommen hätten.

Ein Gefühl der Zuversicht:

Wir beneiden die Wittlicher um ihren neuen Pastor. Wir sind uns sicher, dass sie mit Ihnen einen Volltreffer gelandet haben.
Wenn die Kontakte wieder persönlicher werden dürfen, dann wird es Ihnen sicher gelingen, in Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Katholiken zu begeistern im Kleinen synodal zu wirken.
Uns bleibt die Hoffnung, dass sich Ihr Einsatz auf der Ebene unserer Pfarreiengemeinschaft weiterhin auszahlt und nicht durch den Bistumskurs ins Stocken gerät.

Ein großes Gefühl der Dankbarkeit:

So bleibt es mir am Schluss, Ihnen für Ihr Wirken, für Ihren Glauben, für Ihre Seelsorge, für die Zusammenarbeit mit den Gremien, für Ihre Zuversicht und Ihr Zutrauen in uns von Herzen zu danken.

Denn Sie wissen ja „Niemals geht man so ganz, ein Teil von Ihnen bleibt hier“

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihre neue Aufgabe und halten Sie uns in guter Erinnerung.

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