26 | 10 | 2020

Neues von der Bistumsreform

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Die lang erwartete Antwort aus Rom auf Anfragen einer Laien- und einer Priestergruppe unserer Diözese hinsichtlich der Art und Weise, wie Ergebnisse der Synode umgesetzt werden sollten, hat ein geteiltes Echo gefunden. Von Ernüchterung bis Erleichterung, von Enttäuschung bis Freude ist die ganze Bandbreite von Emotionen unter Haupt- und Ehrenamtlichen spürbar. Klar ist eines: Wenn auch die Erkenntnisse und Bewertungen der Bistumssynode - auch aus römischer Sicht - zweifelsohne ihre Berechtigung haben, vieles von dem, was umgesetzt werden sollte, kommt so jetzt (noch) nicht. Die 35 Pfarreien der Zukunft sind (so) vom Tisch! Die Knackpunkte sind: Es kann (soll) mehr als nur 35 Priester in Leitungsfunktionen (kanonische Pfarrer) geben. Dann: Die Leitung einer Pfarrei gleichberechtigt im Team (in dem auch zwei Ehrenamtliche mitwirken) ist nach römischer Deutung vom Kirchenrecht so nicht gedeckt. Des Weiteren: Die räumliche Ausdehnung der geplanten Pfarreien wird kritisch gesehen, ebenso die Geschwindigkeit des Umsetzungsprozesses. Schließlich: Die vorgesehene Position des Rates der Pfarrei (als Gremium Ehrenamtlicher im Pendant zum Leitungsteams) wird ebenfalls abgelehnt. Begründung: Gremien in der kath. Kirche sind von ihrer Funktionsweise nicht mit Parlamenten zu vergleichen. Sie haben lediglich beratendes Mandat, und können den Pfarrer an ihre Entscheidungen nicht binden. Soweit in Kurzfassung die Einschätzungen (Einschränkungen) aus Rom. Wer fragt, bekommt Antwort.

Wie geht es weiter? „Wir verzichten auf einen starken Schnitt und setzen eher auf eine behutsame Entwicklung“, so bringt Generalvikar Plettenberg die Ergebnisse der Beratungen als Reaktion auf die römischen Rückmeldungen auf den Punkt. Nun steht die Idee im Raum, die bestehenden Pfarreiengemeinschaften (bistumsweit insgesamt 172) zu neuen Pfarreien zu fusionieren. In unserem Dekanat entstünden demzufolge (anstatt einer) vier neue Pfarreien (mit jeweils pfarrlichen Gremien vor Ort), nämlich Mayen, Mendig, Nachtsheim und Langenfeld, die zu einem Seelsorgeraum gehören werden. Zum aktuellen Vorschlag gehört aktuell die Überlegung die pastorale Entwicklung überpfarrlich auf der Ebene des Seelsorgeraumes (Dekanates) voranzubringen. Auch die wirtschaftliche Steuerung (ähnlich dem jetzigen Kirchengemeindeverband) wäre dort angesiedelt. Wie gesagt, erste Überlegungen! Weitere sollen zügig, aber mit der gebotenen Achtsamkeit folgen, sodass nach den Ferien Grundlinien einer Struktur erkennbar sein werden, welche dann in einem nächsten Schritt mit Rom abzustimmen sind. Es darf in diesem so nötigen Prozess der Kirchenentwicklung längerfristig nicht Gewinner oder Verlierer geben. Wir wollen uns nicht zerstreiten, wohl um den richtigen Weg ringen. In der Einheit gestärkt aus diesem „Geburtsvorgang“ hervorgehen, das wünsche ich mir, und darum bete ich auch!

Ihr Pastor M. Veit

Weitere Informationen auf der Homepage des Bistums unter: https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weitergehen-im-sinne-der-einheit-im-bistum/